Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen:  Schulbetrieb zum Anfassen

 

Schulbetrieb zum Anfassen

Wuppertal/Ronsdorf

Die Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen - Josef-Neuberger-Haus - präsentierte sich am Samstag, den 21. Mai 2016, zum ersten Mal nach ihrem Umzug an den neuen Standort in Wuppertal-Ronsdorf der Öffentlichkeit. Von 10 bis 15 Uhr war die Liegenschaft für den Publikumsverkehr freigegeben, und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Chance, sich die Schule mal anzuschauen.

Vorträge des Sozialdienstes, des psychologischen Dienstes sowie des allgemeinen Vollzugsdienstes wurden in den Klassenräumen geboten. Der „Justizvollzug zum Anfassen“ fand in der großen Mehrzweckhalle statt. Die Vollzugsbeamten Sascha Angelmaier sowie Pascal Deinert präsentierten die Körperschutzausstattung, welche bei besonderen Gefahrenlagen angelegt wird. Interessierte hatten die Möglichkeit, auch selbst die Ausstattung anzulegen. „Körperliche Fitness ist eine Grundvoraussetzung für unseren Beruf, um in gefährlichen Situationen präzise und schnell reagieren zu können“, erklärt Deinert. Realitätsnahe Übungsszenarien unter Verwendung diverser Hilfsmittel (Fesselung, Körperschutzausstattung, Fixierungssystem) konnte man in den Übungshafträumen der Vollzugsschule bestaunen.

Dass sich tatsächlich einige illegale und gefährliche Gegenstände auf den Hafträumen der Inhaftierten finden, machte Andreas Püllenberg deutlich. Zahlreiche Asservate aus verschiedenen Vollzugseinrichtungen des Landes wurden anschaulich dargeboten.

Auch Anwärterinnen und Anwärter des aktuellen Schullehrgangs engagierten sich. Fachkundig führten sie durch einen Gefangenentransportbus, boten Spielmöglichkeiten für Kinder an und beantworteten Fragen.

Neben Führungen durch das Schulgebäude sowie die Unterkünfte, einer bebilderten Ausstellung über die historische Entwicklung der Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen und einem Büchertisch mit interessanter, vollzugsrelevanter Literatur kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Der Förderverein der Justizvollzugsschule unter Regie von Dirk Röttger sorgte für Bratwürstchen und Kaltgetränke. Die musikalische Untermalung des Tages übernahm die Wuppertaler Chorgemeinschaft mit mehreren Open-Air Auftritten.

„Ein rundum gelungener Tag für die Bevölkerung mit zahlreichen positiven Rückmeldungen“, bilanzierte Schulleiter Heß zum Ausklang des Nachmittages.



 

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