Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen:  Besuch der Kriegsgräbergedenkstätte in Schloß Holte-Stukenbrock

 

Besuch der Kriegsgräbergedenkstätte in Schloß Holte-Stukenbrock

Anwärterinnen und Anwärter der Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen besuchen die Kriegsgräbergedenkstätte in Schloß Holte-Stukenbrock und die Wewelsburg bei Paderborn

Im Frühjahr diesen Jahres führte die Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen erstmals eine Exkursion durch. Das Ziel der Reise: Der Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter in Schloß Holte-Stukenbrock, die NS-Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) und die Wewelsburg bei Paderborn.

Die Anwärterinnen und Anwärter der Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen besichtigten auf ihrer Exkursion zunächst den Ehrenfriedhof. 36 Gedenksteine, errichtet von den am 2. April 1945 befreiten sowjetischen Kriegsgefangenen, erinnern heute die Besucher an die geschätzt 65.000 Kriegsgefangenen, die an dieser Stelle den Tod fanden.

Ein weiteres Ziel: Die auf dem Gelände der Landespolizeischule Stukenbrock befindliche NS-Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers. In dem Lager, in dem vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene untergebracht waren, informiert heute eine Dauerausstellung eindrucksvoll über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers. Die Anwärterinnen und Anwärter konnten sich durch Vorträge und Ausstellungsstücke über die Vorgänge im Stalag vom Zeitpunkt der Errichtung bis zu der Befreiung durch US-Soldaten informieren.

Nach einer Mittagpause in der Mensa der Landespolizeischule ging es für die Anwärterinnen und Anwärter auf die Wewelsburg bei Paderborn. Die Wewelsburg, von Heinrich Himmler in den Jahren 1933 bis 1945 als ideologisches Zentrum der Schutzstaffel (SS) der NSDAP geplant, erinnert und informiert heute über die Geschichte des „Dritten Reiches“ und gedenkt gleichzeitig der Opfer. In der modern gestalteten Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ wird die SS-Geschichte durch Biographien der Hauptakteure, Organigramme und zahlreiche Relikte aus dieser Zeit veranschaulicht. Erzählungen und Leidenswege der Zeitzeugen des damals an die Wewelsburg angebundenen Konzentrationslagers sind in der Ausstellung allgegenwärtig.

Die gesammelten Eindrücke wurden in den darauf folgenden Unterrichtsstunden ausgetauscht und diskutiert.

 


 

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