Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen:  Thementag ,,Jugendvollzug" 12.06.2013 in der Technischen Universität Dortmund

 

Thementag ,,Jugendvollzug" 12.06.2013 in der Technischen Universität Dortmund

„Aggressiv, depressiv oder einfach nur nervig“

Thementag Jugendvollzug

Am 12.06.2013 veranstaltete die Technischen Universität Dortmund in Zusammenarbeit mit der Justizvollzugschule des Landes Nordrhein-Westfalen und der Justizvollzugsanstalt Iserlohn  einen Thementag mit dem Titel „ Aggressiv, depressiv oder einfach nur nervig".

Eröffnet wurde die Lehrveranstaltung durch die Rektorin der TU Dortmund Frau Prof. Dr. Gather. Fachliche Unterstützung fand die Studiendekanin der Fakultät  Rehabilitationswissenschaften Frau Dr. Roos durch interne und externe Referentinnen und Referenten:

Herr Prof. Dr. Käppler,  Herr Prof. Dr. Köhler, Herrn Prof Dr. Walkenhorst (Uni Köln), Frau Harderlein und Herrn Hartmann aus dem Don Bosko Jugendwerk in Bamberg.

Nach der Begrüßung und Vorstellung der Tagesplanung wurden die circa 60 Studentinnen und Studenten der Technischen Universität Dortmund sowie der Uni Köln sowie 40 Anwärterinnen und Anwärter der Ausbildungsgruppen für den Jugendvollzug der Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen für einen Tag zum gemeinsamen Lernen zusammengeführt.

Die adäquate Behandlung der Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten ist ein Schwerpunktthema in der Ausbildung zum allgemeinen Vollzugsbeamten.

Die Verhaltensauffälligkeiten junger Gefangener sind jedoch nicht nur auffällig, sondern in der Regel auch lästig, einfordernd, verwirrend und nicht nachvollziehbar.  Hiermit konfrontiert ist oft das Erleben eigener Ohnmacht die erste Reaktion.

Hat aber jeder dissozial sozialisierte Gefangene auch eine dissoziale Persönlichkeitsstörung? Ist jeder, der im Justizvollzug schlecht drauf ist, gleich depressiv oder entwickelt sich sogar eine Depression?

Insbesondere im Jugendvollzug sind oft keine eindeutigen Zuweisungen zu treffen, unterliegen diese jungen Menschen doch noch der Entwicklung, auch in der Ausformung ihrer Störungsbilder.

Nur wenn wir die straftatverursachenden Bedingungen analysieren und unsere Behandlungsmaßnahmen individuell auf die Störungsbilder und persönlichen Voraussetzungen abstimmen, kann Strafvollzug rückfallverhindernde Effekte zeigen.

Hierauf müssen wir uns vorbereiten, Handlungskompetenzen erwerben, um diesen oft hochgradig verhaltens­auffälligen Menschen adäquat begegnen zu können.

Die Vorträge und Arbeitsinhalte des Thementages „Jugendvollzug“  boten umfassenden eine inhaltliche Bearbeitung dieses Problemfeldes und von ganz besonderem Reiz war es, dass sich hier junge Menschen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungshintergründen zu diesem Austausch zusammengefunden haben.


  • Bilderschau
    Hier finden Sie Fotos vom Thementag "Jugendvollzug" aus der TU Dortmund

 

Druckvorschau in neuem Fenster öffnen   zum Seitenanfang gehen