Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen:  22.02.2006 - Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach

 

22.02.2006 - Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach

Landtagsabgeordneter Peter Biesenbach zu Besuch an der Justizvollzugsschule NRW in Wuppertal
Gruppenfoto mit dem Landtagsabgeordneten

Am 22.02.06 besuchte Peter Biesenbach, Mitglied des Landtages in NRW und parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion, die Justizvollzugsschule. Entstanden war der Kontakt anlässlich einer Besichtigung des Landtages im Oktober 2005 im Rahmen des Faches Politische Bildung. Damals fand sich der Parlamentarier nach dem Rundgang durch das Haus bereit zur Diskussion mit Anwärterinnen und Anwärter unserer Schule und versprach, der Schule einen Gegenbesuch abzustatten.

Fast zwei Stunden lang stellte sich Herr Biesenbach den sachkundigen und fundierten Fragen und Argumenten der jungen Leute. Es ging um eine Vielzahl von Themen wie

  • Föderalismusdiskussion,
  • Gesetzesinitiative des Bundesrates bezüglich der Änderung des § 2 StVollzG (Gleichrangigkeit der Aufgaben Behandlung und Schutz der Allgemeinheit),
  • Arbeitszeitverordnung,
  • Weihnachtsgeldkürzungen, weitere Streichung von Zulagen
  • Geplante Anhebung von Pensionsaltersgrenzen im Rahmen der beabsichtigten Heraufsetzung des Rentenalters,
  • Schließung des Landesjustizvollzugsamtes,
  • Privatisierungsvorhaben der Landesregierung,
  • Zukunft der Laufbahn des allgemeinen Vollzugsdienstes, Werkdienstes und mittleren Verwaltungsdienstes,
  • Zukunft der Justizvollzugsschule und der Ausbildung des mittleren Dienstes für den Justizvollzug,
  • Im Anschluss gab es eine kleine Führung durchs Haus. Die eher bescheidenen Unterbringungsmöglichkeiten wurden ihm genauso gezeigt wie die hervorragenden Ausbildungsbedingungen an der Justizvollzugsschule. Besonders beeindruckt zeigte sich Herr Biesenbach von einer Schulung im Fach Eingriffs- und Sicherungstechniken (EST). Unter realistischen Bedingungen wie zum Beispiel dem originalgetreuen Nachbau eines Haftraumes und eines besonders gesicherten Haftraumes üben die Anwärterinnen und Anwärter das deeskalierende Einschreiten bei Widersetzlichkeiten und Angriffen von Gefangenen. Von ebenso großer Bedeutung ist die Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter in den menschenkundlichen Fächern Psychologie, Kriminologie, Pädagogik und soziale Hilfen, die neben der vollzugpraktischen und -rechtlichen Ausbildung ganz oben auf der Agenda stehen. Daneben werden die Vollzugsbeamtinnen und -beamten in Spe in Berufsrecht, Vollzugsverwaltung und Strafrecht geschult. Auch die Ausbildung an der Waffe mit Hilfe des SAM-Trainer (Der Vollzugsdienst berichtete), die körperliche Fitness im Fach Sport, erste Hilfe und Gesundheit spielen eine große Rolle bei der Ausbildung. Das Fach politische Bildung, in dessen Zusammenhang auch der Besuch im Landtag und der Gegenbesuch von Herr Biesenbach steht, rückt neben guten politischen Kenntnissen auch berufsethische Fragen in den Vordergrund.


     

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